

Wer ist Dr. Karl Baumgarten?
von Günter Zander
Mit seinen Arbeiten über die Volksarchitektur Mecklenburg-Vorpommerns, wie z. B. seinem Heimatbuch "Das Land der schwarzen Bauern" (1956), mit den Büchern "Zimmermannswerk in Mecklenburg - Die Scheune" (1961), "Hof und Wirtschaft der Ribnitzer Bauern" (gemeinsam mit U. Bentzien, 1963), "Das Mecklenburgische Bauernhaus" (1965) und "Landschaft und Bauernhaus in Mecklenburg" (1987) und die "Kleine Mecklenburgische Bauernhausfibel" erlangte er internationale Aufmerksamkeit.
Unter seiner klugen Leitung wurde das Wossidlo-Archiv in Rostock zu einem bedeutenden regionalen Zentrum volkskundlicher Forschung, dessen rege Publikationstätigkeit internationale Anerkennung fand.
Die Entstehung der Freilichtmuseen in Klockenhagen, Mueß und Alt Schwerin, die Erhaltung vieler vom Verfall bedrohter Häuser und die Gewinnung eines großen Kreises rühriger Freizeit-Denkmalpfleger, wie in unserem Ort Lichtenhagen, wären ohne sein unermüdliches Engagement und Wirken nicht möglich gewesen.
Das Bauerndorf Lichtenhagen erlangte mit seiner Vielfalt und Geschlossenheit von Gebäuden in der ländlichen Volksbauweise als Dorfensemble eine nationale Wertigkeit und wurde mit Beschluss des Rates des Bezirkes Rostock vom 12.3.1976 in die Bezirksdenkmalliste aufgenommen. Im Kulturbund der DDR entstand 1982 die Gruppe "Interessengemeinschaft Denkmale ländlicher Volksbauweise". Für Lichtenhagen bestand eine Arbeitsgruppe, die unter fachlicher Betreuung durch Dr. Karl Baumgarten umfangreiche Bestandsanalysen fertigte und 1982 Empfehlungen zur Unterschutzstellung von 24 Gebäuden von 14 Eigentümern gab. Zu der Arbeitsgruppe gehörten, neben Dr. Karl Baumgarten, Erich Stübe, Ulrich Ibendorf, Karl-Heinz-Jost und Helga Kästner.
Dieses Wirken und Schaffen der Arbeitsgruppe in unserer Gemeinde kann man an 15 Schautafeln in der Ausstellung nachvollziehen.
Mehr zu Dr. Karl Baumgarten lesen Sie in unserer Orts-Chronik der Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen, die Sie beim Bürgermeister käuflich erwerben können.